Was bedeutet Synkope?
Synkope ist der medizinische Ausdruck für eine kurzandauernde Ohnmacht. Eine Ohnmacht tritt normalerweise dann ein, wenn das Gehirn nicht genügend Blut und Sauerstoff erhält. In den meisten Fällen kommt es davor zu einem massiven Abfall des Blutdrucks, der zur Bewusstlosigkeit führt. Manchmal gehen der Ohnmacht Warnsignale wie z.B. Schwindelgefühl voran, manchmal treten Synkopen plötzlich und ohne vorherige Warnhinweise auf.
Viele Ursachen von Synkopen sind eher harmlos, einige können jedoch lebensbedrohlich sein. Bei mit dem Herzen zusammenhängenden (kardialen) Ursachen liegt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres nach dem Ohnmachtsanfall einem plötzlichen Herztod zu erliegen, bei erschreckenden 24%.
Daher ist es unbedingt erforderlich, dass Sie nach einem Ohnmachtsanfall Ihren Arzt aufsuchen, damit dieser die notwendigen diagnostischen Schritte zur Abklärung der Ohnmacht einleiten kann.
Treten Synkopen häufig auf?
40% der Bevölkerung erleiden im Laufe ihres Lebens zumindest einmal einen Ohnmachtsanfall. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um harmlose und nicht wiederkehrende Ereignisse, die nicht unbedingt weiter untersucht werden müssen.
Wiederkehrende Synkopen, solche, die eine Verletzung nach sich ziehen, oder Synkopen bei Patienten mit Herz- oder neurologischen Erkrankungen sollten aber in jedem Fall abgeklärt werden.
Wodurch werden Synkopen verursacht?
Die sog. "neurokardiogene Synkope" ist die häufigste Form der Ohnmacht. Ursache kann hierbei eine durch psychische Einflüsse hervorgerufene Überreaktion des vegetativen Nervensystems sein, z.B. die Aufregung bei einem Popkonzert, aber auch Schmerz, Angst, Freude, etc. Es kommt zu einer Erweiterung der Blutgefäße und das Blut sackt in die Beine ab. Durch die daraus resultierende Unterversorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff kommt es schließlich zur Ohnmacht.
Stress, langes Stehen oder auch eine Blutabnahme ("Blut sehen") können ebenfalls Auslöser einer neurokardiogenen Synkope sein.
Neurologische Erkrankungen, Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit), zu plötzliches Aufstehen oder etwa zu hohe Raumtemperatur stellen häufige Ursachen einer sog. "orthostatischen Synkope" dar.
Mit dem Herzen zusammenhängende Ursachen von Synkopen (kardiogene Synkopen) können eine strukturelle Herzerkrankung oder Herzrhythmusstörungen - das Herz schlägt zu langsam oder zu schnell - sein.
Eine Synkope kann verschiedenartige Gründe haben. Nicht zuletzt deshalb sind die eigentlichen Ursachen oft so schwierig festzustellen. Sie sollten daher unbedingt ihren Arzt aufsuchen, da nur dieser die eigentlichen Hintergründe für die Ohnmacht abklären kann.
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